Verein für Deutsche Spitze e.V.

Gruppe Albstadt - Oberer Neckar


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  Der Himmel ist Protektionssache. Ginge es nach Verdienst,
käme nur dein Hund hinein, du bliebest draußen.
(Mark Twain)

Winterwanderung am 15. Januar 2012 im Krumbachtal bei Gerlingen

Familie Puschacher war es, die in dankenswerter Weise diese schöne Wanderung für die Mitglieder der Gruppe Albstadt-Oberer Neckar organisiert hatte.

Die Winterwanderung im Januar hat schon seit Jahren Tradition, und so kamen auch dieses Mal wieder 24 Mitglieder und Freunde mit weit über 30 Hunden (!) im Krumbachtal bei Gerlingen zusammen um bei klirrender Kälte, aber strahlendem Sonnenschein gemeinsam das neue Hundejahr 2012 zu beginnen.

Die Strecke war sehr schön ausgewählt. Die Wege waren gut begehbar, Waldschatten und sonnige Flecken wechselten einander ab. Sanfte Steigungen sorgten immer wieder dafür dass den Wanderern nicht kalt wurde. Menschen und Hunde genossen sichtlich das Zusammensein mit Ihresgleichen und vertrugen sich bestens.

Nach zweistündiger Wanderung kehrten (hauptsächlich) die Menschen in der Waldgaststätte Krumbachtal ein, und die Küche tat ihr Bestes, um trotz Unterzahl den kräftigen Hunger der Wandergruppe zu stillen.

Bei angeregten Gesprächen verging die Zeit im Fluge, und man verabschiedete sich in der Vorfreude auf das nächste Treffen im April bei der Gönninger Tulpenblüte.

Wir danken Familie Puschacher herzlich für die Planung und Organisation dieser gelungenen Wanderung.

                                                                                          

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Animal 2011               

Der Stand war sowohl am Samstag als auch am Sonntag gut besucht. Besonders am Sonntag war das Gedränge zeitweise so dicht, daß man fast Angst bekommen konnte. (Bild Nr.3 !!!).
Verglichen mit unseren Nachbarn, waren die Menschentrauben um unseren Stand meistens besonders dicht!
Menschen und Spitze waren die ganze Zeit über sehr geduldig und gingen freundlich (und auskunftsfreudig) mit dem Publikum um.
Die Spitze ließen sich unermüdlich streicheln, anfassen und sogar auf fremde Arme nehmen und reagierten nicht einen Moment lang ungehalten!
Unsere Rassepräsentation war am Samstag etwas mäßig (gerade mal 3 Minuten lang), am Sonntag
kam dann aber endlich ein bißchen Routine auf und es blieben (hoffentlich) keine Fragen offen ;-).
 Der Vortrag dauerte 11 Minuten, war informativ und lebendig, einige Spitze besuchten das Publikum
und konnten gestreichelt werden während andere Spitzhalter ihre Hunde Kunststückchen zeigen ließen. Zudem wurden einzelne Spitzhalter gefragt und konnten über ihre persönlichen Erfahrungen mit ihrem Spitz am Mikrophon berichten.
 Insgesamt war es eine gelungene Veranstaltung, die hoffentlich gute Werbung machte, sowohl für
unsere Spitze im Allgemeinen als auch unsere Gruppe im Besonderen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Herbstwanderung rund um Notzingen

Am Samstag, dem 15. Oktober 2011, nutzte die Gruppe Albstadt-Oberer Neckar das sprichwörtliche „goldene Oktoberwetter“ zu ihrer diesjährigen Herbstwanderung rund um Notzingen. An diesem Nachmittag/Abend hat einfach alles gestimmt: Eine wunderschöne Wanderroute, fröhliche Gemeinschaft von Menschen und Hunden, nette Gespräche und dann noch ein tolles Abendessen im Restaurant Eichert, das sich auf schwäbische und Balkanküche spezialisiert hat. Für jeden Geschmack von Apfelstrudel bis Rehragout war etwas Köstliches dabei. Als besonderes Highlight beim Abendessen amüsierte ein junges Eichhörnchen die Teilnehmer: Das zutrauliche Tierchen war vor kurzem von einer Teilnehmerin elternlos aufgefunden worden und wird seither von ihr betreut. Die Gruppe Albstadt-Oberer Neckar freut sich schon auf die nächste Wanderung, die für einen hoffentlich ebenso schönen Wintertag geplant ist.

Herzlichen Dank an Familie Wiedenmann, die diese schöne Wanderung organisiert hat.

 


 
 

Wanderung in Bronnweiler

Am Sonntag, den 24. Juli 2011 traf sich die Gruppe Albstadt – Oberer Neckar in Bronnweiler zu einer letzten Wanderung vor den Sommerferien. Eine ansehnliche Gruppe von 15 unverdrossenen Hundeführerinnen und Hundeführern konnte auch der schlechte Wetterbericht nicht von dieser gemeinsamen Unternehmung abhalten. Und der Himmel hatte ein Einsehen: nicht ein Tropfen fiel auf unsere muntere Truppe, die dieses Mal (fast) ausschließlich von Spitzen und einer liebenswürdigen Dackeldame begleitet wurde. Gegen 10:00 Uhr brachen wir vom Parkplatz am neuen Friedhof auf und wanderten auf teilweise regenweichen Waldwegen aufs Käpfle. Dieses wurde in alten Zeiten gekrönt von der alten Burg der Herren von Stöffeln, daher heute noch der Name Alteburg. Auf der ehemaligen Burgstelle befindet sich heute ein hölzerner Aussichtsturm, von dem man eine gute Rundumsicht in das Albvorland und auf den Albtrauf genießt. Die meisten Teilnehmer unserer Wandergruppe und selbst einige draufgängerische Spitze ließen sich die Gelegenheit zur Turmbesteigung nicht entgehen. In offenem Gelände ging es dann weiter zur Bronnweiler Friedenslinde. Sie wurde im Jahr 1870 gepflanzt und überragt heute als Naturdenkmal einen Aussichtspunkt, der einen sehr schönen Blick über Bronnweiler und den Albtrauf bis hin zur Burg Hohenzollern erlaubt. Einem schmalen und steilen Waldpfad folgten wir furchtlos bergab und erreichten gegen 12:00 Uhr wieder unseren Ausgangspunkt am Parkplatz. Zufrieden mit der schönen Wanderung kehrten wir in der „Rose“ ein und ließen uns auf der überdachten Terrasse in allerbester Stimmung mit einem reichhaltigen griechischen Mittagsmahl verwöhnen. Aber schließlich vertrieben die sinkenden Temperaturen selbst die Abgehärtetsten von der Terrasse, und man trennte sich in der Gewissheit, dass diese herrliche Albtrauflandschaft noch viele reizvolle Ziele für zukünftige Wanderungen zu bieten hat.

Herzlichen Dank an Frau Lange-Schneemilch für die Organisation dieser schönen Wanderung.

Wanderung am 30. Januar 2011 in Leonberg

Am 30.01.2011 trafen sich viele Mitglieder und Freunde unserer Gruppe mit natürlich ganz vielen Spitzen zur ersten Wanderung in diesem Jahr. 
Bei blauem Himmel und strahlenden Sonnenschein und einer Temperatur von -7 Grad wanderten wir gegen 10.00 Uhr im herrlichen Leonberger Wald. Es ging Bergauf und Bergab und man konnte beobachten, dass unsere Hunde sehr viel Spaß daran hatten. Nach einigen Haltepunkten für tolle Fotoshootings kamen wir mit etwas Verspätung aber durchaus hungrig im tollen Hotel Glemseck an. Dort kehrten wir zum gemeinsamen Mittagessen ein und ließen die Wanderung bei vielen netten Gesprächen und einer heißen Tasse Kaffee ausklingen.
 

Animal 2010 in Stuttgart

Dieses Jahr war unsere Gruppe Albstadt – Oberer Neckar auf der Animal in Stuttgart mit einem Infostand vertreten.

Nach einer kurzen aber intensiven Planungsphase starteten wir am Donnerstagabend in die Messehallen nach Stuttgart um unseren Stand ansprechend zu gestalten. Da aber auch die schönsten Fotos unseren Spitzen nicht gerecht werden, durfte natürlich eine nicht geringe Menge lebende und damit auch streichelbare „Objekte“ an unserem Stand nicht fehlen. Dank einer genialen Idee „zäunten“ wir unseren Stand kurzerhand ein, so dass unsere Spitze sich doch relativ frei bewegen konnten. Ein paar unserer Kleinspitze machten es sich sogar auf dem Info-Tisch gemütlich und ließen sich geduldig und mit Genuß von „ihrem“ Publikum streicheln. Dadurch wurden natürlich viele große und kleine Besucher der Messe zum Nähertreten animiert. Es ergaben sich viele nette Gespräche, sowohl mit Interessenten, die sehr von unseren Hunden angetan waren, als auch mit bereits spitzbegeisterten Leuten.

Die von uns an beiden Tagen durchgeführte Rassepräsentation fand ebenfalls großen Anklang.

Am Sonntag fanden noch zwei Castingshows statt. Um zu zeigen, was für tolle Hunde unsere Spitze sind, entschlossen sich spontan ein paar unserer Mitglieder an der Castingshow „Showdog“ mitzumachen. Sowohl Frauchen als auch Spitz zeigten sich natürlich von ihrer besten Seite und ernteten viel Beifall.

Unsere Katja mit ihrem Wolfsspitzrüden Dash machte sogar bei „Movie-Dog“ mit und erreichte das Recall. Selbstverständlich waren wir sehr stolz auf die beiden und unterstützten sie bei ihrem zweiten Auftritt. Nach Auswertung aller „Movie-Dogs“ im Recall schafften es Katja und Dash auf einen guten 11. Platz. Dash überzeugte mit seinem Charme und Können sogar den Moderator.

 Insgesamt war Stuttgarts große, jährliche Haustiermesse eine willkommene Gelegenheit, unsere Spitze einem breiten Publikum näherzubringen! Trotz Messe-Stress waren unsere Hunde mit Feuereifer und Engelsgeduld dabei und konnten so sicherlich mit einigen Vorurteilen, die sich ja leider hartnäckig gegenüber unseren Spitzen halten, aufräumen!

 

Wanderung am 19. September 2010 in Sulz/Neckar

Am Sonntag, 19. September 2010 trafen sich Freunde und Mitglieder unserer Gruppe in Sulz am Neckar zur jährlichen Herbstwanderung. Das Wetter meinte es gut mit uns, es war ein wunderschöner Herbsttag mit Sonne pur.

Vom Treffpunkt aus starteten wir unsere Wanderung hoch zur Ruine Albeck, dem Wahrzeichen von Sulz. Der Weg führte uns vorbei an majestätischen Mammut-bäumen die manch einer unserer kleinen Spitze als Kletterbaum benutzte. Es ging weiter am Trauf entlang auf einem idyllischen Waldweg bis hin zur Ruine Albeck. Von dort konnten wir einen wunderbaren Blick über das Neckartal genießen.  Nach einem Fotoshooting in den alten Gemäuern ging es dann wieder hinab ins Tal. Wieder am Parkplatz angekommen fuhren wir zum Kleintierzüchterheim wo schon ein reichliches Mittagessen auf uns wartete. Beim anschließenden Kaffeetrinken wurden wieder viele Tipps und Geschichten rund um unsere Vierbeiner ausgetauscht.

 

 

Spitze im Steinzeitdorf!

Am bundesweiten "Tag des Hundes" trafen wir uns wieder zu einer weiteren gemeinsamen Veranstaltung unserer Gruppe Albstadt- Oberer Neckar mit Freunden und Gleichgesinnten, diesmal im Federseemuseum in Bad Buchau.
Das oberschwäbische Federseemuseum liegt inmitten einer faszinierenden Moorlandschaft, am Rande eines seit der Eiszeit verlandenden, schilfumgebenen Gewässers.
Unsere Gruppe hatte für diesen Tag eine Einladung des Federseemuseums erhalten, die wir gerne wahrgenommen haben.
Anlässlich des ''Tag des Hundes'' veranstaltete das Federseemuseum eine Studioausstellung in der Artefakte von verschiedenen Hunden aus den stein- und bronzezeitlichen Dörfern des Federseemoores zu sehen waren.
In der Ausstellung wurden auch zwei Hundeskelette aus den Ausgrabungsstätten Bachwiesen und Wasserburg Buchau gezeigt.
Bei bestem Wetter starteten wir am Vormittag vor dem Federseemuseum unter der kompetenten und fachkundigen Führung des Archäologen Rudolf Walter zu einer ca. 2-stündigen Wanderung auf dem Moorlehrpfad durch das Naturschutzgebiet des Federseemoores.
Unser Weg führte uns auch zu den Ausgrabungsstätten der jungsteinzeitlichen und bronzezeitlichen Siedlungen.
Bei Ausgrabungen am Henauhof, unweit von Bad Buchau waren Hundereste gefunden worden, die zu den ältesten Hundefunden in Deutschland gehören. Sie belegen, dass die Domestikation des Hundes bereits während der Zeit der Jäger- und Sammlergemeinschafen erfolgte.
Die ältesten Hinweise auf eine Zähmung von Wölfen reichen bis ins Eiszeitalter vor über 30000 Jahren zurück. Der Hundeschädel von Goyet, einer Fundstelle in Belgien beleg dies unzweifelhaft. In dieser Zeit hat sich allmählich eine neue Art entwickelt, die sich eindeutig in der Form von ihren wilden Verwandten unterscheidet: Sie sind deutlich kleiner, noch mit wolfsähnlichem Schädel doch mit kürzerer Schnauze.

Im Anschluss an die sehr interessante und informative Führung, trafen wir uns auf dem archäologischen Freigelände des Museums auf dem 12 Häuser nach jungsteinzeitlichen und bronzezeitlichen Ausgrabungsfunden rundum den Federsee nachgebaut worden sind.
Für uns war ein schönes schattiges Plätzchen mit großer Feuerstelle reserviert worden.
Die Grillmöglichkeit nutzten wir nach Herzenslust und ließen es uns bei Steak, Grillwurst, selbstgemachten Salaten, Kaffee und Kuchen so richtig gut gehen. Unsere Hunde kamen freilich auch nicht zu kurz.

Am Nachmittag gab es die Gelegenheit in den Museumsräumen einem Vortrag zur Archäologie des Hundes zu lauschen. Der Museumstag war vom Federseemuseum u.a. auch dafür vorgesehen, den Besuchern des Museums an diesem Tag einige markante Hunderassen zu zeigen. Und so nutzten auch wir dieses spezielle Umfeld, um über unsere Spitze in Form eines kleinen Vortrages und dem Liveerlebnis Spitze in den verschiedensten Varietäten vor Ort zu informieren. Hierfür hatten wir auch eine Präsentationswand mit wunderschönen Fotos von Spitzen unserer Gruppenmitglieder aufgebaut.
Auch diesmal konnten wir viele Interessierte für unsere Spitze begeistern und haben wieder einige nette Kontakte geknüpft.

Außer unseren Spitzen waren auch ein paar Vertreter des Irish Wolfshounds und Border Collies zu sehen. Die Kreisjägervereinigiung Biberach stellte ebenfalls ihre verschiedenen Jagdhunderassen vor. Auch ein imposanter Adler war dabei, dessen Jagdweise ebenfalls erläutert wurde.
Auch sonst war einiges geboten. Wer sich über weitere Hundethemen informieren wollte oder für seinen Spitz noch das eine oder andere praktische hundliche Zubehör erwerben wollte, konnte dies an einem der Informations-  und Kaufstände, die an diesem Tag im Innenhof aufgebaut waren, tun.
Man konnte auf dem Museumsteich Einbaumfahren, Brotbacken am offenen Feuer, Speerschleuder-werfen wie Jäger in der Eiszeit und es gab eine Kinderwerkstatt.
Alles in allem war es in jeder Hinsicht ein sehr interessanter und schöner Tag. Darüber waren sich alle einig.
Eins steht für uns fest. Eine Wiederholung im nächsten Jahr ist Pflicht!

Wir möchten uns bei allen Organisatoren dieser Veranstaltung und eifrigen Helfern nochmals recht herzlich bedanken!

 

Wanderung am 21. März 2010 Nebelhöhle

Trotz angekündigten starken Regenfällen ließen sich ca. 40 Spitzfreunde und fast so viele Spitze nicht davon abbringen am Sonntag, 21. März 2010 am Albtrauf entlang zu wandern.

Der Wettergott hatte ein Einsehen und bescherte uns nur wenig Regen, stürmischen Wind und auch sonnige Abschnitte. Vom Treffpunkt Parkplatz Nebelhöhle in Sonnenbühl-Genkingen ging´s zunächst  bergab durch den Wald.

Die ersten Schritte führten über vereiste und teilweise schneebedeckte Pfade und manch einer musste feststellen, dass er sich für das falsche Schuhwerk entschieden hatte. Auf steilen, engen Wegen kamen wir zum mächtigen Felsenmassiv des Wackersteins mit Gipfelkreuz, wo uns eine herrliche Aussicht für die Strapazen belohnte. Der Wackerstein ist die höchste Erhebung von Pfullingen (825m ü. NN). Während der Wanderung hatten die Hunde immer wieder Gelegenheit auf großflächigen Wiesen miteinander zu toben und zu spielen.

Vom Wackerstein aus marschierten wir zum Schönbergturm, auch „Pfullinger Onderhos“ genannt. Das weiße Bauwerk besteht aus zwei Türmen, die oben durch eine Aussichtsplattform miteinander verbunden sind. Die Eingangstreppe als Kulisse eignete sich hervorragend für ein gemeinsames Gruppenbild.

Der Hunger führte uns zum Ausgangspunkt zurück und direkt in die Gaststube des Maultaschenwirtes. Nach deftigem Mittagstisch und angeregter Unterhaltung wurde noch eine Mitgliederversammlung abgehalten.

Herzlichen Dank an Sylvia Lange-Schneemilch für die Organisation dieser wunderschönen Wanderung.

 

Therapeutischer Begleiter "Leo Löwe"

               Leo Löwe im Dienst der Kinder und Jugendlichen in der Tagesklinik Böblingen

Hallo Leo !!! klingt es durch die Flure, wenn wir morgens gegen 8.00 Uhr die psychiatrische Tagesklinik für Kinder und Jugendliche in Böblingen betreten. Dass ich erst danach und nicht ganz so freudig gegrüßt werde, bin ich schon gewohnt, wenn ich mit Leo zur Arbeit gehe.
Selbstbewusst und stolz, so als sei er sich seiner Wichtigkeit und Bedeutung bewusst, trabt das kleine Fellbündel vor mir her geradewegs ins Sekretariat. Erst mal ein Leckerli abholen von unserer netten Sekretärin, die eigentlich Angst vor Hunden hat, sich von Leo mittlerweile aber gern bezirzen lässt.

Nein, Leo ist kein kläffender Wadenbeißer. Mit Sanftmut und liebevoll neugierigen Blicken, erobert er die Herzen im Sturm. Sogar unserem Sporttherapeuten, der Hunden normalerweise nicht zugewandt ist und schlechte Erfahrungen beim Joggen mit Hundehaltern gemacht hat, zaubert er ein Lächeln ins Gesicht.

In der Tagesklinik werden Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren behandelt, die das ganze Spektrum kindlich-jugendlicher Verhaltensauffälligkeiten in den Bereichen der Beziehung und des Lernens sowie der psychiatrischen und psychosomatischen Erkrankungen aufweisen. Dahinter verbirgt sich oft viel Kummer, Not und manch schweres Schicksal der noch jungen Patienten.
Zum Beispiel Scheidungskinder, die im „Rosenkrieg“ der Eltern gnadenlos zerrieben werden oder autistische Kinder, die in ihrer eigenen Welt leben und mit der Umwelt in Konflikte geraten. Dann sind da noch die sogenannten Zappelphillippe, die ständig in Bewegung sind und nicht in der Lage sind, sich in der Schule zu konzentrieren. Kinder und Jugendliche, die aufgrund ihrer seelischen Verfassung und ihres auffälligen Verhaltens von Mitschülern gehänselt und manchmal auch gemobbt werden, so dass sie den Schulbesuch verweigern. Ängstliche und depressive Kinder, z.B. nach Verlust eines Elternteils oder emotional verwahrloste und missbrauchte Kinder.
So ist jedes einzelne Schicksal individuell, doch allen gemeinsam ist, dass sie immer wieder in Situationen geraten, in denen sie an den Anforderungen der Umwelt scheitern. Sie benötigen therapeutische Hilfe und Unterstützung.
Der Gedanke, dass hier ein Hund hilfreich sein könnte, begleitet mich schon einige Zeit und ist für mich als leidenschaftliche Hundehalterin reizvoll, zumal ich doch aus eigener Erfahrung mit meinen beiden Mischlingshunden um die wohltuende Wirkung der Fellnasen weiß.
Nach dem Studium von Fachliteratur, insbesondere dem Buch der Ärztin Anke Prothmann, die die Wirkung von Tieren auf Kinder wissenschaftlich untersucht hat, stand mein Entschluss fest, mir einen geeigneten Hund zuzulegen.

Fündig wurde ich bei der Züchterin Anita Kirsch („Mein Augenstern“), die mit einem Kleinspitzrudel auf der Schwäbischen Alb wohnt . Mich hat unter anderem das gute Sozialverhalten der Kleinspitze begeistert.
So konnte Leo Löwe, fünf Monate alt, bestens geprägt und sozialisiert, im November 2008 bei uns einziehen.
Um auf seine künftige, ganz besondere Aufgabe vorbereitet zu sein, absolvierte Leo beim Malteser Hilfsdienst e.V. die Ausbildung zum Besuchshund, die bundesweit einheitlich ist. Hier wurde bewusst auf den Namen Therapiehund verzichtet, da dies kein geschützter Begriff ist und auch auf einem Wochenendseminar zu bekommen wäre.
Leos Ausbildung dauerte ein halbes Jahr, angefangen mit einem Eignungstest und Festigung des Grundgehorsams, bis hin zur Überprüfung der Wesensfestigkeit. Das heißt, er muss ein absolut friedfertiges Verhalten zeigen. Auch extreme Stresssituationen, wie sie zum Beispiel von fremden Personen, die bedrängend, grölend und mit seltsamen Geräuschen auf den Hund zugehend, hervorgerufen werden, muss er „ locker wegstecken“ können. Dabei gehören längere Umarmungen oder Beschimpfungen, die der Hund sich gefallen lassen muss, ebenfalls zum Ausbildungsprogramm. Die Reaktionen in diesen stressigen Momenten sind entscheidend, ob ein Hund die Abschlussprüfung bestehen wird oder nicht.

Leo meisterte alle Aufgaben mit seiner ihm innewohnenden Gelassenheit und Charme. Vom Hundetrainer wurden wir als Traumteam bezeichnet und bestaunt, denn noch nie zuvor wurde bei der Ausbildung ein kleiner Spitz – auch als Perwoll-Schäfle bezeichnet – gesehen.

Nach bestandener Prüfung konnte der Einsatz in der Klinik nach Formalitäten wie dem Erstellen des Hygieneplans, den Nachweisen über Impfungen und Entwurmungen, der Einwilligung der Eltern und nicht zuletzt durch die Unterstützung der leitenden Ärztin und allen Kollegen/innen im Oktober 2009 losgehen.

Nun einige Beispiele aus der täglichen Praxis:

Bei der Aufnahme eines achtjährigen Mädchens, das schon seit einiger Zeit nicht mehr zur Schule gehen kann, weil es unter Trennungsängsten leidet und über heftige somatische Beschwerden klagt, bin ich mit Leo anwesend.
Im Aufnahmegespräch sitzt sie nahe bei ihrer Mutter und schaut verängstigt. Das Gespräch mit der Therapeutin kommt nur schwer in Gang, bis ihr Blick auf Leo fällt, der ruhig und geduldig neben mir liegt.
„Ach, ist der süß, darf ich ihn streicheln?“ fragt sie spontan. Da ist das Eis gebrochen, die Situation entspannt sich. Nun kann die Aufnahmeprozedur ihren routinemäßigen Lauf nehmen, mit dem hilfreichen Hund an der Seite.
Durch die Anwesenheit und Zutraulichkeit von Leo entsteht eine vertrauensvolle Atmosphäre. Das Mädchen wird von ihrem Kummer abgelenkt. Leo erklärt, fordert oder erwartet nichts, er ist einfach da, anders als Eltern, Erzieher und Therapeuten.

In einer anderen Situation, in der ein 10-jähriger Junge auf der Station eintrifft, völlig aufgebracht, zornig und weinend, wirkt Leo deeskalierend. Zunächst soll der Junge in einen geschützten Raum gehen, was hier nur in Begleitung von Leo möglich ist. Denn alles gute Zureden und Erklären hilft oft wenig.
Der Junge geht mit gesenktem Blick und düsterer Miene hinter dem fröhlich voraustrabendem Hund in den Ruheraum. Er setzt sich auf den Boden, Leo schnuppert an ihm und drückt sein Köpfchen gegen seine Brust. Der Junge fängt nun vorsichtig an Leo zu streicheln. „Der Leo hat mich lieb!“ sagt er spontan mit aufgehelltem Gesicht.
Leo dagegen weiß nichts von Konflikten und Streitereien, er ist einfach nur da, gibt dem Jungen das Gefühl gemocht und angenommen zu sein. Er stellt keine „dummen“ Fragen, will keine „anstrengenden“ Antworten.
So kann sich das Kind entspannen und es wird Zeit und Raum geschaffen für ein Gespräch, um dann später Lösungen zu erarbeiten.

In der Projektgruppe betreue ich 5 Jungen im Alter von 7-10 Jahren mit den Krankheitsbildern Autismus, Störung des Sozialverhaltens, Angststörungen, Anpassungsstörungen, also eine muntere Truppe, die den Betreuern einiges abverlangt.
Ein Waldspaziergang steht auf dem Programm, natürlich mit Leo Löwe. Jetzt geht es darum Aufgaben aufzuteilen, sich zu einigen, soziale Kompetenz zu erlernen. Jeder erhält eine Aufgabe. So darf ein Junge Leo an der Leine führen, ein anderer sucht einen Baumstamm, auf den Leo springen kann. Eifrig sind die Kinder dabei und wechseln sich problemlos ab. Ein Leckerli bekommt Leo aus der Hand eines ängstlichen Kindes, das sich noch nicht getraut Leo zu streicheln. Wow, der Hund macht es ganz vorsichtig und das Kind überwindet seine Angst. Diese Mutprobe wäre geschafft! Das Selbstvertrauen wächst.
Ein anderes Kind deutet auf eine umgestürzte Baumwurzel. Ob Leo es schafft diese zu erklimmen? Gemeinsam klettern Kind und Hund hinauf und fühlen sich wie die Könige des Waldes! Dazu das Lied trällernd : Männer wie wir sind einfach unschlagbar....
Leo hilft die Gruppe zu strukturieren, indem er die Aufmerksamkeit auf sich lenkt und Aktivitäten anbietet.
Mit Elan und Ausdauer holt er das geworfene Bällchen zurück, führt Kommandos aus und zeigt kleine Kunststückchen wie Pfote geben oder tanzen.“Der gehorcht aber gut!“ höre ich von erstaunten Kindern.
Hier haben die Kinder die Gelegenheit „ungestraft Macht“ auszuüben, werden so selbst zu Erziehenden. Natürlich immer unter Anleitung und maßvoll.

In der Therapiegruppe, geleitet von einer Ärztin, wird soziale Kompetenz mit Spielen und Übungen erlernt. Die Gruppe besteht aus 4 Kindern zwischen 10 und 14 Jahre.
Leo liegt als stiller Beobachter daneben und sorgt mit seiner Anwesenheit für eine ruhige Atmosphäre. Leo zuliebe kann man doch etwas leiser sein, damit er schlafen kann. So kann dann auch konzentrierter gearbeitet werden.

Im Stationsalltag ist Leo meist an meiner Seite und bewegt sich frei. Dadurch kann er angesprochen, gestreichelt oder auch nur beobachtet werden. Für Ruhepausen nutzt er sein Körbchen im Dienstzimmer, wo er sich ungestört ausruhen kann.
Nach der Eingewöhnungszeit ist für ihn der Arbeitstag abwechslungsreich und interessant. Er hat Spaß beim Spielen und Toben mit den Kindern oder genießt es einfach auch nur dabei zu sein.

Leo Löwe ist kein Therapeut aber Seelentröster, Freund, Spielkamerad und aufmerksamer Zuhörer. Er ist da ohne Vorbehalte, bedingungslos mit seinem ganzen Charme.
Das ist SPITZE !!!

Heide Thomsen-Newe
Krankenschwester